Blaukartoffelpfanne mit Senf-Dill-Sauce

Heute hatte ich ein Date mit der „blauen Anneliese„, ein norddeutsche blau-violette Kartoffel, die ich unbedingt mal probieren wollte und heute im Bioladen entdeckt habe. Und der Kassierer hat mir 2 tolle Kräuterseitlinge geschenkt, ich hab also doppelt Glück gehabt und dieses superleckere Essen draus gemacht:

Blaukartoffelpfanne mit Senf-Dill-Sauce

(für Faule geeignet!)

blau

Sehr einfach gemacht und echt verdammt lecker! Die Senf-Dill-Sauce passt super zu den leicht säuerlichen Kräuterseitlingen und dem frisch schmeckenden Topinambur.

Zutaten (für 2 Portionen):

  • 2 Kräuterseitlinge (leider sehr teuer; ca. 25€/Kilo, also gern auch andere Pilze)
  • 8 mittlere Kartoffel
  • 5 Topinambur-Knollen
  • 1/2 Zwiebel
  • 1/2 Päckchen Pflanzensahne (125ml)
  • 1/2 Glas Sendi-Aufstrich von Zwergenwiese (Alternative s.u.)

Zubereitung:

  1. Kartoffeln und Topinambur schälen, würfeln und ca. 15 Minuten köcheln lassen
  2. währenddessen Kräuterseitling und Zwiebeln würfeln und in Öl anbraten (mittlere Hitze)
  3. dann Kartoffeln und Topinambur dazugeben und 5 Minuten braten
  4. Pflanzensahne und Aufstrich dazugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken und kurz einköcheln lassen.

Guten Appetit 🙂

Alternativen:

Die Senfsauce kann man auch mit anderen fertigen Senfsaucen machen oder selbstmachen, indem man milden Senf zur Pflanzensahne gibt. Etwas Zucker und Zitrone würde ich dann noch dazugeben.

Advertisements

Bunter Winter-Gemüsetopf (vegan)

Endlich Urlaub und kein Regen mehr, also habe ich schnell den Bioladen geplündert 🙂 Zeit für einen bunten Eintopf mit allem Leckeren, was es auch im Winter so gibt:

Bunter Winter-Gemüsetopf (vegan)

Dieser Eintopf ist kalorienarm und voller gesunder und leckerer Zutaten. Gut auch bei nahenden Erkältungen, denn er macht schön warm von innen 🙂 Die Menge die ich genommen habe, reicht für ca. 4 Personen!

suppe1

Zutaten:

  • 5 mittlere Kartoffeln
  • 5 Stücke Topinambur
  • 1 kleiner Blumenkohl
  • 1 Fenchel
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 Möhre
  • 1 Tomate
  • 1 mittlere Zucchini
  • 300 g Pilze (z.B. Kräuterseitlinge und Austernpilze)
  • 1/2 Zitrone
  • 2-3 cm Ingwer
  • Tofu nach Geschmack (ich habe die super leckere Taifun Graffiti Tofu-Terrine genommen)
  • Gewürze, Pfeffer, Salz, Öl

Zubereitung:

suppe5

  1. Kartoffeln klein würfeln und in ausreichend Wasser aufsetzen und köcheln lassen
  2. ebenfalls klein gewürfelt Möhre, Topinambur, Fenchel und Blumenkohlröschen dazugeben und mitkochen
  3. Öl, Zwiebeln und Pilze kleinschneiden und anbraten, dann kleingewürfelte Tomate und Zucchini dazugeben und weiter braten
  4. Wenn das Gemüse im Topf gar ist, Wasser je nach Bedarf abgießen, das angebratene Gemüse dazugeben
  5. kleingeschnittenen Ingwer und Tofuwürfel sowie den Saft einer halben Zitrone dazugeben
  6. nach Geschmack abschmecken mit diversen Kräutern und Gewürzen (ich habe die Sonnentor-Mischungen Schutzengel und Kartoffelgewürz genommen sowie Salz/Pfeffer/Muskat)

Etwas Brot dazu und schon ist es fertig! Guten Appetit 🙂

Neuerscheinung „Eat to live“ – vegan abnehmen und gesund leben

Gerade ist die deutsche Übersetzung des amerikanischen Bestsellers „Eat to live“ von Joel Fuhrmann erschienen. Da es dort über 1 Millionen mal verkauft wurde und große Erwartungen schürt, habe ich mal (nicht nur) einen Blick hineingeworfen 🙂

Eat to live – Das wirkungsvolle nährstoffreiche Programm für schnelles und nachhaltiges Abnehmen

copyright: Unimedica

copyright: Unimedica

Der Untertitel stellt den Inhalt des Buches etwas verkürzt dar – zwar ist es auch ein Programm zum Abnehmen, es dreht sich aber vor allem um Gesundheit durch Ernährung, wovon Normalgewicht ein Bestandteil ist.

Vorweg gesagt: Man merkt dem Buch seine US-amerikanische Herkunft an; seine Aussagen kommt teilweise recht reißerisch und plakativ rüber – was aber den Inhalt und die Fakten nicht schmälert. Das Buch hat einfach stellenweise eine sehr amerikanische Tonalität, die zum einen sicher aus der dortigen Kultur rührt, zum anderen von der brennenden Begeisterung und Überzeugung des Autors. Joel Fuhrmann ist in den USA sehr populär und propagiert eine vegane, ausgewogene und nährstoffreiche Ernährung.

copyright: Unimedica

copyright: Unimedica

An wen richtet sich das Buch?

Ich stelle mir mehrere ideale Leser für dieses Buch vor: Zum einen jemanden , der etwas Übergewicht und Krankheitssymptome hat, die auf eine ungesunde Ernährung zurückzuführen sind, woraufhin ein Arzt ihm nahelegte, weniger Fleisch und tierische Produkte zu essen. Oder eine Person, die bereits vegetarisch/vegan lebt, aber Gewichtsprobleme hat und gesund abnehmen möchte. Der dritte mögliche Leser wäre dann jemand wie ich, der zwar schon lang vegan lebt, aber sich dennoch zu einseitig ernährt bzw. sich etwas zu wenig mit Nährstoffen beschäftigt und dies nun ändern möchte.

„Werbung“ für vegane Ernährung

Das Buch bewirbt die rein pflanzliche Ernährung in hohen Tönen und liefert viele Fakten, Argumente und Studien. Bereits vegan lebende Leser werden einige Passagen überblättern können, in denen die vielen Vorzüge erläutert werden- vielleicht aber auch nicht, denn es werden auch viele Daten und Argumente geliefert, die zur „Verteidigung“ oder für die Diskussion mit skeptischen Fleischessern nützen können, die veganer Ernährung ja gern eine Mangelversorgung als Resultat unterstellen. Ausführlich liefert das Buch Anhaltspunkte für den Schaden, den tierische Proteine für die Gesundheit bedeuten können. Die Gesundheit des Menschen steht absolut im Mittelpunkt, es ist also kein Buch, das ethische Motive diskutiert. Dennoch ist es viel mehr als ein Lifestyle-Buch, da es wissenschaftlich unterfüttert ist und sich auf sehr viel Fachliteratur bezieht.

Der Inhalt

Das Buch ist ein dicker Wälzer mit über 400 Seiten und in folgende Kapitel gegliedert:

  • Kap. 1+2: Die Auswirkungen westlicher Ernährungsweise
  • Kap. 3: Sekundäre Pflanzenstoffe
  • Kap. 4: Die dunkle Seite tierischen Proteins
  • Kap. 5: Wissen über die richtige Ernährung macht Sie schlank
  • Kap. 6: Sich von Esssüchten befreien
  • Kap. 7: Eat to live nimmt es mit Krankheiten auf
  • Kap. 8: Ihr Plan für beeindruckenden Gewichtsverlust
  • Kap. 9: Unsere Zukunft in der Küche gestalten
  • Kap. 10: Die Eat-to-live-Rezepte
  • Anhang

Schon an den Kapiteln wird nochmal deutlich, dass es sich um einen Ratgeber handelt, der von Grund auf ein Umdenken über Ernährung und Essen anstrebt – das ganze „Problem“ wird auf mehreren Ebeben intensiv durchleuchtet und es wird beschrieben, wie Ernährungsgewohnheiten und falsche Lebensmittel nicht nur dick, sondern krank machen können.

copyright: Unimedica

copyright: Unimedica

Es wird sehr ausführlich auf Krankheiten und Risiken falscher Ernährung eingegangen, ebenso auch auf die Wichtigkeit der Vermeidung von Übergewicht. Alle behandelten Themen wiederzugeben ist hier nicht möglich, da der Autor wirklich sehr viele Bereiche abdeckt. Gut finde ich, dass auch auf psychische Aspekte im Verhältnis zum Essen eingegangen wird, denn das Buch erreicht durch seinen mehrdimensionalen Zugang sicherlich einen starken Effekt: Es werden nicht nur die Probleme gezeigt und auch erklärt, sondern Auswege mittels ausgewogener Ernährung gezeigt und gleichzeitig mentale Faktoren mit berücksichtigt. Für mich der nützlichste Inhalt des Buchs:

Das Ernährungswissen

Das Buch erklärt sehr ausführlich und anschaulich diverse Fragestellungen nicht nur rund um das Abnehmen, sondern auch rund um die optimale Nährstoffversorgung, wie ich sie erreiche und warum sie wichtig ist. Zucker, Kohlenhydrate, Öle und Ballaststoffe werden behandelt, ebenso sehr ausführlich die Vorteile grünen Gemüses und sekundärer Pflanzenstoffe. Sehr hilfreich finde ich die vielen Tipps für den Alltag, die sich gut integrieren lassen – bspw. der Nutzen von Nüssen, die Betonung auf viel frisches und rohes Obst und Gemüse und die Vermeidung bestimmter Nahrungsmittel.

Fuhrmann hat den Begriff Nutritarianer geschaffen – dies ist eine Person, die pro Kalorie soviel wie möglich Nährstoffe zu sich nehmen will. Dies macht sein Eat-to-live-Konzept aus.

Die Rezepte des 6-Wochen-Plans für die vegane Diät

copyright: Unimedia

copyright: Unimedia

Ungefähr 100 Seiten des Buches nimmt der ausführliche Rezeptteil ein, der Stoff für 6 Wochen liefert. Es werden allgemeine Tipps und Vorschläge für die Gestaltung der Mahlzeiten über den Tag verteilt gegeben und natürlich jede Menge Rezepte. Mir gefällt an den Rezepte sehr die deutliche Betonung von Obst und Gemüse, denn genau da besteht bei mir Handlungsbedarf.

Die Rezepte gliedern sich in

  • Smoothies und Salate
  • Frühstück
  • Dips, Dressings und Saucen
  • Salate
  • Suppen und Eintöpfe
  • Hauptgerichte
  • Desserts
copyright: Unimedica

copyright: Unimedica

Ein kleiner Kritikpunkt an den Rezepten meinerseits ist die Verwendung von Zutaten, die vom Autor hergestellt bzw. vertrieben werden. Allerdings handelt es sich hier nur um einige wenige Gewürzmischungen, die man also nicht benötigt, sondern leicht ersetzen kann. Und sie tauchen auch bei weitem nicht in jedem Rezept auf und es wird immer ein Ersatz genannt. Ansonsten gefallen mir die Rezepte sehr gut. Es sind eine aufwändigere und aber auch viele schnelle/simple Rezepte vertreten und meine Lesezeichen sind u.a. bei diesen leckeren Gerichten gelandet:

  • Kreuzblütler-Gemüseeintopf
  • Schwarzwälder Pilzcremesuppe
  • schnelle Gemüsepizza
  • Grünkohl mit Cahewsauce
  • Gemüselasagne ohne Nudeln
  • Schokoladen-Kirsch-Eis

Aber Achtung: Einige Rezepte sind nur vegetarisch (habe aber nur 1 bisher entdeckt).

Fazit

Wenn man dem Buch etwas Nachsichtigkeit bezüglich des amerikanischen Stils schenkt und den teils etwas reißerischen Stil beiseite packt, kann man viele interessante Fakten über vegane Ernährung unter dem gesundheitlichen Aspekt gewinnen. Es ist ein vollgepacktes Lesebuch und eine mehrhundertseitige Werbetrommel für pflanzliche Ernährung. Natürlich ist auch dieses Modell kein Allheilmittel, auch wenn es manchmal so erscheint – den gesunden Menschenverstand darf man nie beiseite packen. Dennoch werden viele sehr spannende Themen erklärt und viele Daten und Fakten gegeben, mit denen man seine Ernährung überdenken und ändern kann.

Für Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen auf vegane Ernährung umsteigen wollen, kann dieses Buch nicht nur eine gute Informationsquelle, sondern auch eine Motivation sein.

Wenn man sich damit anfreunden kann, dass der Autor von der Vermarktung seines Programms lebt und es daher teilweise etwas kommerziell daherkommt und ethische/moralische Aspekte hier nicht erörtert werden, können auch „gestandene“ Veganer sicher einiges Interessantes aus diesem Buch ziehen – leckere Rezepte allemal. Ich kann mir vorstellen, dass dieses Buch auch Veganern Mut macht, die noch Schwierigkeiten mit der Umstellung haben oder oft angefeindet werden. Es schadet nie, ein paar passende Argumente in der Hinterhand zu haben, wenn auf den vermeintlich gesundheitsschädlichen Einfluss veganer Ernährung angespielt wird. Außerdem liefert das Buch viele Quellen zu aktuellen Ernährungsstudien. Also keine Wartezimmer-Lektüre, sondern eine ausführliche Sammlung an Wissen, Daten und Argumenten für eine ausgewogene pflanzliche Ernährung zum Abnehmen und gesünder Leben.

share

Veganer Kartoffel-Gemüse-Herbsttopf von Nadine :)

Wunderschön herbstlich, schnell gemacht und sehr gesund, gerade im Erkältungsherbst! Dieses Rezept hat mir meine Freundin Nadine geschickt, leider liegen ein paar hundert Kilometer zwischen uns, sonst wär ich direkt zum Mitessen vorbeigekommen.

(Und wer wie ich keinen Porree mag, kann Lauchzwiebeln nehmen 😉 )

Nadine´s herbstlicher Kartoffel-Gemüse-Topf

eintopf

Zutaten:

Das ergibt 2 kleine oder 1 große Portion, wo noch etwas übrig bleibt, je nachdem wieviel man schafft 😉

  • 4 Kartoffeln
  • 4 Champignons
  • 2 Stangen Porree
  • 2 Tomaten
  • Gemüsebrühe
  • 100-200ml Kokosmilch
  • Gewürze
  • Ingwer

Zubereitung:

Man nimmt die vorgekochten, gewürfelten Pellkartoffeln und das restliche kleingeschnittene Gemüse und füllt den Topf mit Wasser und einem guten Teelöffel Gemüsebrühe und Kokosmilch auf (je nachdem, wie sämig und kokos-milchig man es haben möchte). Dann alles 10-15 Minuten köcheln lassen und gut würzen mit Salz, Pfeffer und etwas Muskatnuss. Ingwer passt toll dazu und ist gut für die Abwehrkräfte!

Super passend und für die gelbe Farbe: Die Herbaria Gewürzmischung Kürbiskönig (u.a. mit Kurkuma und Kreuzkümmel, zwei leckere Gewürze!).

Variationen:

Wer es nicht als Eintopf mag, macht alles in der Pfanne und brät das Gemüse schön an und löscht es dann mit Kokosmilch ab und würzt anschließend. Dazu würden auch Erdnüsse oder Cashewkerne passen.

Lecker zum Draufstreuen: Räuchertofu-Würfel.

Und natürlich kann man andere Gemüsesorten dazunehmen oder austauschen; super passen würden z.B. Hokkaido-Kürbis oder Süßkartoffeln, aber auch Pak Choi und Austernpilze.

Guten Appetit!

share

schneller veganer Kartoffel-Pilz-Topf

Schneller veganer Kartoffel-Pilz-Topf oder: Oh mein Gott, ich kann kochen!!

Endlich habe ich mal das tolle Eintöpfchen ausprobiert – quasi ein kleiner Schnellkochtopf für Faule. Und das Ergebnis war umwerfend lecker … und super einfach 🙂

Man muss natürlich nicht das Eintöpfchen nehmen – man kann es auch ganz normal im Topf oder in der Pfanne kochen.

veganer kartoffel pilz topfDas Bild ist längst nicht so gut, wie das Essen geschmeckt hat, vertraut mir bitte 🙂

Zutaten:

  • 3 mittlere pellkartoffeln (vorgekocht)
  • 3 große braune Champignons
  • 1 kleine Dose Kokosmilch
  • Currypulver (ich habe grünen Curry genommen)
  • Gemüsebrühe
  • Salz/Pfeffer
  • Muskatnuss
  • Kräuter

Zubereitung:

  • Die Kartoffeln und Pilze abwechselnd in kleinen Stücken in den Topf geben.
  • Sauce anrühren: Kokosmilch, etwas Wasser, einen Schwung Gemüsebrühe und die Gewürze vermischen und in den Topf geben.
  • Bei 200 Grad ca. 15 Minuten in den Backofen stellen. Fertig 🙂

Es schmeckt total aromatisch und pilzig und reicht locker für eine Person, ich habe es nicht komplett geschafft.

Variationen:

  • Würzen: einfach nehmen, was da ist 🙂
  • statt Kokosmilch kann man auch Pflanzensahne nehmen
  • gut dazu passen würden Petersilie und Ingwer
  • Man kann auch veganen Käse drüber streuen
  • Pilze können auch andere genommen werden

Nur 3 Zutaten und dafür ein super leckeres Essen ohne großen Aufwand:

All-the-things

share

Buchtipp „Einmachen – Gemüse natürlich einlegen“

Da ich endlich einmal erste Versuche wagen möchte, Gemüse selbst einzulegen, habe ich mir u.a. dieses Buch besorgt und bin total begeistert, weswegen ich es hier einmal empfehlen und vorstellen möchte:

Einmachen. Gemüse natürlich einlegen.

copyright: h.f.ullmann

copyright: h.f.ullmann

Der Preis ist für die Ausstattung und inhaltliche Qualität des Buches wirklich der Hammer! Es ist gebunden und wirklich schön zu lesen, mit hochwertigen Fotos und gut strukturiertem Inhalt. Die Autorin, Karin Bojs, ist Wissenschaftsredakteurin Schwedens größter Tageszeitung und baut Gemüse selbst an. Deswegen liefert sie in ihrem Buch auch viele wissenschaftliche und praktische Hintergründe – kein 0815-Rezeptbuch, sondern ein Buch mit Substanz!

Zum Inhalt

Das Buch eignet sich gut für Neueinsteiger, die sich einen handfesten Überblick über die Methoden des Gemüse-Einlegens mittels Milchsäuregärung verschaffen wollen (dazu später mehr). Es werden interessante und praxisnahe Infos gegeben, mit denen man die Prozesse verstehen und Fehler vermeiden kann. Weiterlesen

„Vegan und basisch“ – Gesunde Küche für Kochbegeisterte

Gerade ist ein neues Buch zum Thema vegan und basisch kochen erschienen, was mich sehr neugierig gemacht hat, denn über Übersauerung und basische Ernährung/Lebensweise habe ich schon öfter gelesen, deswegen will ich hier auch kurz die Hintergründe erklären.

gmv3

Übersäuerung und basische Lebensmittel

Unser Blut hat einen ph-Wert von 7,4 – alle Werte ab 7 sind basisch, darunter sauer.  Ist das Milieu im Körper zu sauer, schalten die Körperzellen die Basenproduktion ein, um den Wert stabil zu halten. Und dies erhöht den Kalziumspiegel im Blut, was verschiedene Folgen haben kann (von Knochenschwund, Gefäßablagerungen bis hin zu Nierenproblemen). Stress und ungesunde Lebensmittel führen zu einem gestörten Säure-Basen-Haushalt im Körper, der viele Körperprozesse negativ beeinflusst, so zum Beispiel auch die Entschlackung und Ausleitung von Giftstoffen. Außerdem begünstigt Übersäuerung einen Mineralstoffmangel, da die basenbildenden Mineralstoffe für die Basenbildung „verschlissen“ werden. Die Neutralisierung von Säuren läuft also zu Ungunsten der Mineralstoffaufnahme. Um den eigenen Status-Quo zu ermitteln, eignen sich ph-Wert-Teststreifen.

Stark säurebildende Lebens- und Genussmittel sind tierische Eiweiße, Alkohol, Milch, Zucker, Cola, Kaffee und chemische Zusätze, aber auch u.U. zuviel Soja.

Das Buch „Vegan & basisch“ von Johann und Gabi Ebner

copyright Kneipp Verlag Wien

copyright Kneipp Verlag Wien

♣ erschienen 10.9.2014, 144 Seiten, 19,90€, Kneipp Verlag Wien

Die Einleitung

Die Einleitung ist für einen Aspekt meines Erachtens leider zu kurz geraten (das wird aber wieder wettgemacht), denn die genauen Hintergründe und negativen Auswirkungen von Übersäuerung werden kaum erläutert – diese Informationen gibt es aber natürlich bei anderen Quellen, und immerhin ist es somit auch keines der Panikmache-Bücher, die gleich mit Schreckensszenarien beginnen. Sehr aufschlussreich ist die Einleitung aber hinsichtlich der praktischen Tipps und Erklärung basenbildender Lebensmittel, über die ein guter Überblick gegeben wird.

copyright Kneipp Verlag Wien

copyright Kneipp Verlag Wien

Die Autoren sind Veganer aus Leidenschaft Weiterlesen