Veganer Flower Sprouts-Gemüse-Topf

Veganer Flower Sprouts-Gemüse-Topf: ein Traum in Grünviolett

Also vorweg: Bitte anschnallen & festhalten – dieses Rezept ist der Hammer!!! 🙂 Einfach und schnell gemacht, denn ich gehe meistens einfach auf den Bauernmarkt oder in den Hofladen und nehme alles mit, was mich so anlächelt und bastle dann daraus etwas Leckeres. Und diesmal bin ich echt fast umgefallen, so toll hat es geschmeckt!

Flower Sprouts

Habe heute zum ersten Mal “Flower Sprouts” probiert, eine Mischung aus Rosenkohl und Grünkohl. Diese beiden Kohlsorten mag ich eigentlich nicht, aber die Kohlröschen sahen so schön aus, das ich sie einfach mal mitgenommen habe. Der Geschmack ist sehr aromatisch und irgendwie nussig und erinnert überhaupt nicht an Kohl. Man kann sie ganz vielfältig verwenden – gebraten sollen sie auch sehr lecker sein! Roh fand ich sie auch schon gut, weiß aber nicht, ob das üblich ist, sie als Salat zu essen.

Flower sprouts vegan

Auf jeden Fall ist diese Kombination super:

Veganer Flower Sprouts-Gemüse-Topf

Wenig Zutaten, schnell gemacht, kalorienarm und unbeschreiblich lecker 🙂

Zutaten für 2 ordentliche Portionen:

  • 200g Flower Sprouts
  • 1 großer Fenchel
  • 400g Kartoffeln
  • 1 kleine rote Zwiebel
  • 1 kleine Dose Kokosmilch (ca. 100ml)
  • Muskatnuss, Pfeffer, Salz

flower sprouts kochen

Zubereitung:

  1. Kartoffeln mit Schale aufsetzen, während sie kochen die Strünke von den Kohlröschen entfernen und den Fenchel in Stücke schneiden
  2. In einem großen Topf Fenchel + Flower Sprouts aufsetzen (knapp bedeckt mit Salzwasser) und köcheln lassen
  3. währenddessen die Zwiebel kleinschneiden und kurz anbraten (oder nicht anbraten und gleich im nächsten Schritt dazugeben)
  4. Wenn das Gemüse weich ist (je nach Geschmack), das Kochwasser abgießen, aber etwas davon im Topf lassen. Die Kartoffeln pellen und in Stückchen dazugeben und dann alles mit der Kokosmilch und den Gewürzen vermischen und nochmal kurz aufkochen lassen.

Schon fertig 🙂 Guten Appetit!

Variationen:

  • Auch Pilze passen perfekt dazu
  • Statt Kokosmilch kann man auch Pflanzensahne nehmen, dann würde ich aber noch etwas Süßes dazugeben
  • Frischer Koriander würde ebenfalls sehr gut dazu passen
  • Auch rote Linsen könnte man noch dazu geben

flower sprout vegan

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Hofladen-Eintopf: Kunterbunt und voll gesund (vegan)

Ich bin schon seit Wochen sooo müde und da hab ich mir gedacht, es wird mal wieder Zeit für mehr frisches Obst und Gemüse. Mit frisch gepflückten Äpfeln hantiere ich ja gerade jeden Tag, aber so richtig lecker frisch gekocht, das gab es schon länger nicht mehr. Im Sommer ist mir nicht so nach richtigen warmen Mahlzeiten. Aber jetzt wo der Herbst kommt: Ab in den Hofladen und alles zusammensuchen, was bunt und lecker aussieht 🙂 !

Kunterbunter Hofladen-Eintopf (vegan)

Aus dem Hofladen: Regional, Bio & frisch

Dieser Eintopf ist etwas untypisch, denn er hat auch Gemüse drin, das sonst eher in den Salat wandert (z.B. die leckeren rotschwarzen Tomaten oben auf dem Bild). Aber genau das macht den Unterschied! Er schmeckt sehr abwechslungsreich und fast wie Minestrone. Und komplett ohne fertige Gemüsebrühe, denn diesen Geschmack krieg ich nicht mehr runter. Man kann diesen Eintopf gut auf Vorrat kochen, denn am nächsten Tag schmeckt er noch besser! Und das Tolle: Alle Zutaten sind aus biologischem Anbau, regional und saisonal. Für alles zusammen habe ich 8 Euro gezahlt, da kann man sich nicht beschweren, finde ich.

Zutaten für 3-4 Portionen:

  • 2 Süßkartoffeln
  • 4 Mohrrüben
  • 1 mittlere Schmorgurke
  • 1 Fenchelgemüse
  • 1 rote Zwiebel
  • 5-6 Tomaten
  • 1 Limette
  • 1 Stück Ingwer (2-3 cm)
  • 1 Bund Lauchzwiebeln
  • 1 ordentliche Handvoll grüne Bohnen
  • 1 Bund frische Petersilie
  • Gewürze nach Wahl

Zubereitung:

Ca. 3/4 Liter Wasser zum Kochen bringen und nach und nach das ganze Gemüse hineinschnippeln (mit Mohrrübem Kartoffeln und Bohnen anfangen). Dann den Saft der Limette oder Zitrone dazugeben, das Stück Ingwer mitkochen und alles mindestens 30 Minuten köcheln lassen. Die Zwiebel in kleinen Stücken und etwas Öl anbraten und dazugeben. Am Ende die kleingeschnittene Petersilie und ordentlich Gewürze nach Wahl (Salz, Pfeffer, Kräuter etc.) dazugeben.

Ich habe mit Kornblumensalz, Pfeffer, Tschubritza-Gewürz und Glücksengel-Gewürz von Sonnentor gewürzt.

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Variationen:

Sehr gut dazupassen würden angebratene Räuchertofu-Würfel oder die superleckere Tofu-Terrine von Taifun. Und natürlich sind alle Arten von Kartoffeln und weiterem Gemüse möglich! Wichtig für den Geschmack sind aber die Tomaten, die Zitrone, der Ingwer und die Gurke! Wer es sehr tomatig mag, kann auch noch getrocknete Tomaten mit hineinschneiden.

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Guten Appetit 🙂 – und sucht unbedingt nach Hofläden in Eurer Nähe, es lohnt sich!!

Lesen, entdecken, selbermachen: „Das geheime Wissen der Waldfrau“

Vorweg gesagt: Um dieses Buch bin ich schon lange virtuell herumgeschlichen und nun habe ich endlich einen Blick hineingeworfen! Und ich wurde nicht enttäuscht – im Gegenteil, es ist ein kleiner Schatz, weil es einem eine andere Welt offenbart und neugierig macht. Deswegen möchte ich es hier nicht nur vorstellen, sondern eindeutig empfehlen 🙂

Das geheime Wissen der Waldfrau

  • Waldfrau_110413_RZ.indderschienen 2013 im BLV Verlag, geschrieben von Wolfgang Funke
  • 160 Seiten, großes Format, gebunden. 29,90€

Die „Waldfrau“

Dieses Buch versammelt das Wissen von Franziska Weber, der „Waldfrau“ (im Buch Franzisca genannt). Sie ist nicht nur meine Namensschwester, sondern sicher auch so um die 30 – aber sie ist mir meilenweit voraus, denn sie lebt ein Leben, von dem ich selbst schon seit Ewigkeiten träume, für das ich aber nie den Mut hätte:

Sie lebt allein mitten im Wald. Punkt.

copyright: BLV Verlag

copyright: BLV Verlag

Klingt doch ganz einfach? Ja und nein! Von der Sache her ist es einfach, aber für moderne Menschen wie uns ganz und gar nicht, denn neben ganz vielen vermeintlichen praktischen Problemen wie Internet, Licht oder Strom kommt ja noch etwas ganz anderes hinzu: Angst zum Beispiel. Die meisten Menschen leben so entfernt von sich selbst und der Natur, dass sie es sicher keine Woche allein im Wald aushalten würden. Das ist bei Franziska anders. Sie lebt völlig im Einklang mit sich und ihrer Welt, dem Wald. Deswegen ist dieses Buch auch kein Survival-Guide oder ein bloßes Kochbuch, sondern vielmehr ein Einblick in die Erfahrungen und das Wissen eines Menschen, der in und mit dem Wald lebt: Ein Blick in den Wald selbst.

„Leider“ besteht der Großteil des Buches aus den einzelnen Beschreibungen zu den vielen Schätzen des Waldes – ich hätte gern noch viel viel mehr Persönliches über sie selbst gelesen, da sie wirklich sehr sympathisch, bodenständig und authentisch wirkt und mich sehr neugierig macht. Sie lebt Tag und Nacht im Wald, im Sommer wie im Winter, ohne Fernseher, ohne Uhr und versorgt sich selbst und hat dort ihren Frieden und ihr Glück gefunden. Ich finde das sagenhaft 🙂 Das ist sie:


Hier ein Video über „Das Wolfsmädchen Franziska Weber“.


Umgang mit der Natur

Wie schon erwähnt, ist das Buch mehr als ein Rezept- und Sammelbuch. Es vermittelt ein Lebensgefühl und eine Ethik, die Respekt vor der Natur und einen verantwortungsvollen Umgang mit ihr transportiert. Im Einklang mit der Natur leben, ohne sie auszuplündern und zu schädigen: Das ist möglich. Mir gefällt sehr am Buch, dass darauf eingegangen wird, aber genau das ist auch die Haltung der Waldfrau selbst. Der Autor beschreibt, wie sie sehr bedächtig und achtsam mit dem Wald umgeht.

„Der Wald gibt uns alles, was wir zum Leben brauchen“, sagt Franziska. Und der Wald gibt ihr nicht nur Nahrung und Unterkunft, sondern auch den Tagesrhythmus. Sie kennt jeden Winkel ihres Waldes und zeigt uns, was man aus all den vielen Früchten und Fundstücken machen kann. Heilmittel, Wintervorräte und Geschenke für Freunde sammelt sie im Wald. Ihre Botschaft: Es ist genug von allem da. Deswegen nur nehmen, was man braucht – alles andere ist auch morgen noch da.

copyright: BLV Verlag

copyright: BLV Verlag

Pflanzenwissen und praktische Tipps: Reise durch die Jahreszeiten

Das Buch führt einen durch´s komplette Jahr und stellt Pflanzen für jede Jahreszeit vor. Man kann es als Nachschlagewerk für die einzelnen Pflanzen und Früchte benutzen oder als Lesebuch. Es werden viele Hintergrundinfos gegeben, es ist aber gleichzeitig eine wunderschöne Reise durch das Jahr im Wald 🙂

Hier ein kleiner Auszug der Pflanzen, deren Eigenschaften und Verwendung vorgestellt werden:

  • Bäume (Ahorn, Eberesche, Birke, Eiche, Rotbuche usw.),
  • Beeren und Früchte (Holunder, Schlehe, Kornelkirsche, Erdbeeren),
  • Heilkräuter und Wildpflanzen (Barbarakraut, Schafgarbe, Bärlauch, Adlerfarn, Waldmeister, Löwenzahn) sowie
  • Pilze und Flechten (Zunderschwamm, Steinpilze, Totentrompete, Flechtensuppe 😉 ).

Natürlich gibt es zu allen Porträts schöne Bilder. Zwischendurch sind immer wieder einige Kochrezepte eingestreut, alle vegetarisch (sie tötet keine Tiere, isst aber gefundenes Fleisch).

Viele tolle Tipps zum Selbermachen

Und ich weiß auch gar nicht wo ich anfangen soll: Das Buch ist voller Entdeckungen und nützlicher Tipps. Sie macht Sauerkraut aus jungen Ahornblättern, Spülmittel aus Birkenblättern, Schnüre aus Brennnesseln, Wintergemüse aus eingelegten Löwenzahnwurzeln, Wienerschnitzel aus Riesenbovisten, Holzapfelpfannkuchen und Eichelmehl, fermentierten Brombeerblättertee oder Limonade aus Waldsauerklee. Sehr lecker auch das Rezept für Schafgarbengewürzbrot

copyright: BLV Verlag

copyright: BLV Verlag

Für Ideen zum Selbermachen eine wahre Fundgrube, und alles nicht nur trocken aufgelistet, sondern in einem sehr natürlichen und persönlichen Stil erklärt und kurz und knapp erläutert. Man lernt viel über das richtige Sammeln, die beste Verwendung und den gesundheitlichen Nutzen. Am Ende des Buches gibt es ein kleines Kapitel zum Haltbarmachen.

Fazit

Für mich ist dieses Buch etwas ganz Besonderes – ich möchte es jede Woche nochmal neu im Briefkasten haben 🙂 Und vor allem möchte ich nach dem Lesen mit offeneren Augen in den Wald gehen und all das entdecken, was er an Geschenken und Schätzen zu bieten hat, und mich darauf einlassen. Nicht ohne Grund steht gleich auf den ersten Seiten, dass dazu auch gehört, Müll und Gegenstände einzusammeln, die dort nichts zu suchen haben. Wenn wir mit der Natur eine Partnerschaft eingehen, ist für alles gesorgt – das ist keine esoterische Floskel, sondern die gelebte Erfahrung dieser Waldfrau, die ich am liebsten persönlich kennenlernen würde. Ein bißchen wie im Märchen – aber da das bei weitem nicht so einfach ist und auch nicht romantisiert werden muss, habe ich vor allem großen Respekt vor ihr. Ich würde mich das nicht trauen…. aber dagegen werde ich über kurz oder lang etwas tun 🙂

Traurig eigentlich, dass solche Menschen „Exoten“ sind, obwohl sie das tun, was am naheliegendsten ist: Friedlich mit der Natur leben. Das haben wir in den letzten paar Tausend Jahren leider verlernt, obwohl die Natur das Schönste ist, was wir haben:

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Wer noch mehr über Franziska wissen will: Hier ein Interview mit dem Autor des Buches über seine Besuche bei Franziska und ihre Streifzüge durch den Wald.

Und hier gibt es eine Leseprobe des Buches!

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Alte Obst- und Gemüsesorten entdecken

SilkRoadProject(1)Das Angebot in Supermärkten ist zwar groß, aber recht monoton. In Deutschland gibt es ca. 2.000 Apfelsorten – mit viel Optimismus findet man im normalen Handel vielleicht 10 – und immer die gleichen. Das ist nur ein Beispiel. Auch Kartoffeln bieten eine unheimliche Vielfalt – 210 Sorten sind in Deutschland zugelassen. Uns entgeht so vieles durch die Normierung und Vereinheitlichung der Kosmumwelt: Nicht nur geschmacklich ist es lohnenswert und interessant, auf die Suche nach neuen, alten Obst- und Gemüsesorten zu gehen. Auch für die Natur ist es ein guter Beitrag, regionale, kleine Obst- und Gemüsebauern zu unterstützen. Die Natur lebt von Artenvielfalt, das ist das Geheimrezept ihres Funktionierens – und genau das zerstören Menschen leider.

Alte Nutzpflanzen – Geschichtenerzähler und Kulturgut

Kulturell sind alte Obst- und Gemüsesorten ein zu bewahrender Schatz. Die Sorten erzählen Geschichten und laden ein zu einer nicht nur kulinarischen Reise in die Vergangenheit.

Ich habe gerade den Apfel „Ingrid Marie“ entdeckt 😉 – zwar gar keine so alte Sorte, denn es gibt sie „erst“ seit 100 Jahren, aber mir dennoch bis dahin unbekannt. Ingrid Marie hat mich in einem Hofladen angelächelt – erst wegen ihrer tollen Farben und den schönen Sprenkeln und Streifen, dann wegen des lustigen Namens. Und das ist sie:

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Ingrid Marie wurde vor ca. 100 Jahren als Zufallssämling in Dänemark entdeckt und von dem Lehrer, auf dessen Hof der Baum Früchte trug, nach dessen Tochter Ingrid Marie benannt. Es ist ein aromatischer Herbstapfel und duftet extrem intensiv und lecker nach Apfel, ohne dass man ihn anschneiden muss. Das Fruchtfleisch ist eher mehlig und ich habe ein wunderleckeres und schön sämiges Apfelmus daraus gekocht. Weiterlesen

Buchtipp „Einmachen – Gemüse natürlich einlegen“

Da ich endlich einmal erste Versuche wagen möchte, Gemüse selbst einzulegen, habe ich mir u.a. dieses Buch besorgt und bin total begeistert, weswegen ich es hier einmal empfehlen und vorstellen möchte:

Einmachen. Gemüse natürlich einlegen.

copyright: h.f.ullmann

copyright: h.f.ullmann

Der Preis ist für die Ausstattung und inhaltliche Qualität des Buches wirklich der Hammer! Es ist gebunden und wirklich schön zu lesen, mit hochwertigen Fotos und gut strukturiertem Inhalt. Die Autorin, Karin Bojs, ist Wissenschaftsredakteurin Schwedens größter Tageszeitung und baut Gemüse selbst an. Deswegen liefert sie in ihrem Buch auch viele wissenschaftliche und praktische Hintergründe – kein 0815-Rezeptbuch, sondern ein Buch mit Substanz!

Zum Inhalt

Das Buch eignet sich gut für Neueinsteiger, die sich einen handfesten Überblick über die Methoden des Gemüse-Einlegens mittels Milchsäuregärung verschaffen wollen (dazu später mehr). Es werden interessante und praxisnahe Infos gegeben, mit denen man die Prozesse verstehen und Fehler vermeiden kann. Weiterlesen

Gemüse-Kochbuch „Aus dem Garten …in die Küche …auf den Tisch“

Hier möchte ich Euch ein Buch vorstellen und empfehlen, das mir besonders am Herzen liegt, nicht nur wegen seines tollen Inhalts:

Aus dem Garten …in die Küche …auf den Tisch: Rezepte aus der BIOLAND-Gärtnerei der Magnus-Werkstätten für Menschen mit Behinderung

Die Magnus-Werkstätten Holzhausen sind Teil des regionalen Zentrums der Hilfe für Menschen mit Behinderung, in dem über 600 Jugendliche, Erwachsene und ältere Menschen begleitet werden. Landwirtschaft macht einen großen Teil des Betätigungsfeldes aus.

Angebaut und geerntet wird nach ökologischer Wirtschaftsweise, in der BIOLAND-Gärtnerei wird seit mehreren Jahrzehnten frisches Gemüse angebaut und u.a. als Biokisten ausgeliefert. Das Wissen um Gemüse, regionales Ernten und leckeres Verarbeiten wurde nun in ein tolles Buch gepackt, das gut durchdacht ist und viele schöne Anregungen liefert. Hier ein paar Eckdaten:

us dem Garten ... in die Küche ... auf den Tisch♠ Gebundene Ausgabe, nur 12.-€

♠ für jede Ernährungsform geeignet Weiterlesen