Popkorn-Tee und Chai für Zarte: Neues von Lieblingstee.de (mit Rabattcode!)

Ich durfte einige tolle Neuigkeiten von der liebenswerten Bio-Teemanufaktur Lieblingstee in Köln testen (hier könnt ihr meine Vorstellung über sie lesen). Als ich von grünem Tee mit Popkorn gelesen habe, war ich nämlich wirklich neugierig, denn darunter konnte ich mir „wenig“ vorstellen 😉

King og Pop: Genmaicha (grüner Tee) und Popkornreis

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Was auf den ersten Blick sehr seltsam scheint, ist in Asien tatsächlich eine Spezialität: Genmaicha, ein grüner Tee mit gepopptem braunen Reis/Popkorn. Ursprünglich wurde der Reis als Füllstoff zur Verringerung des Preises zugesetzt, diese Form des Tees etablierte sich dann aber immer mehr. Weil es überraschend gut schmeckte 🙂 Und er wurde auch von Meditierenden und Fastenden gern getrunken, die keine Mahlzeiten zu sich nahmen.

Und genau das habe ich auch erlebt: Man hat irgendwie das Gefühl, etwas zu essen 😉 denn der Tee schmeckt leicht nussig und eben… „popkornig“:) Gerade für Süß-Trinker wie mich eine super Kombination, und es harmoniert wunderbar mit dem leichten Geschmack des grünen Tees. Wäre also tatsächlich eine Idee für Fastenkuren oder die Neujahrsdiät, um dem Heißhunger etwas zu entkommen 🙂

Was auf den ersten Blick für mich wie eine komische Schnapsidee klang, hat sich dann doch als etwas sehr Interessantes entpuppt, das bei uns bisher nur nicht so bekannt war. Also wer mal wirklich ausgefallenen Tee MIT Hintergrund trinken möchte – bitte sehr! 🙂

Eine weitere Empfehlung:

Chai-Tee für „Zarte“: Guru Pur Chai

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Wem Yogitee auch manchmal zu heftig ist: Dieser Tee ist genauso lecker, wärmend und würzig, aber haut einen weniger um. Es ist ein klassischer, reiner Gewürztee, der aber ganz minimalistisch zusammengestellt ist: Zimtstücke, Ingwer, Fenchel, Kardamom und Sternanis sind die Zutaten. Der Tee ist leicht und würzig zugleich, ohne dominant oder schwer zu sein. Für mich ein echt guter Mittelweg, denn Yogitee trinke ich im Winter zwar sehr gerne, er ist mir jedoch auf Dauer „zu krass“ bzw. ich könnte nicht mehrere Tassen davon trinken. Diesen hier trinke ich im Büro am laufenden Band 🙂

Soul-Mate: (Knall!)Grüner Wachmacher fürs Büro

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Ein Tee, an dem ich vielleicht vorbeigegangen wäre, aber der sich dann als umso leckerer herausgestellt hat: „Soul-Mate“, eine Mischung aus grünem Mate-Tee und Lemongrass. Eine super Kombination und sehr angenehm zu trinken! Auch hier hat mir wieder sehr gefallen, dass der Tee intensiv, aber nicht dominant schmeckt. Der typische-Mategeschmack ist zwar sehr lecker, aber in manchen Tees sehr extrem und manche Leute mögen ihn wegen der Bitterkeit auch nicht. Bei diesem Tee schwingt das Mate-Aroma mit, erschlägt einen aber nicht.

Und was sehr schön an diesem Tee ist: Die Farbe 🙂 Leider habe ich kein Bild, aber dieser Tee wird grasgrün und ist dunkler als normaler grüner Tee. Auf jeden Fall der erste Tee, den ich in dieser besonderen Farbe getrunken habe 🙂

Mate-Tee ist übrigens ein super Wachmacher und aktiviert anders als Kaffee kontinuierlicher. Er soll auch dabei helfen, weniger Heißhunger zu haben.

Service von Lieblingstee & Rabattcode

Lieblingstee ist ein kleines, junges Unternehmen und sucht alle Tees persönlich aus. Der Kontakt ist immer super nett, und die dahinterstehende Philosophie ebenfalls, deswegen stelle ich sie hier auch gerne vor 🙂

Jeder Bestellung wird ein persönlich ausgewähltes Tee-Sample beigelegt, das zu den bestellten Tees passt. Und wer Versandkosten sparen möchte, dem darf ich folgenden Rabattcode weitergeben:

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Liebe Grüße, mit frischem Tee & Schokolade 🙂

*Franziska*

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Lesen, entdecken, selbermachen: „Das geheime Wissen der Waldfrau“

Vorweg gesagt: Um dieses Buch bin ich schon lange virtuell herumgeschlichen und nun habe ich endlich einen Blick hineingeworfen! Und ich wurde nicht enttäuscht – im Gegenteil, es ist ein kleiner Schatz, weil es einem eine andere Welt offenbart und neugierig macht. Deswegen möchte ich es hier nicht nur vorstellen, sondern eindeutig empfehlen 🙂

Das geheime Wissen der Waldfrau

  • Waldfrau_110413_RZ.indderschienen 2013 im BLV Verlag, geschrieben von Wolfgang Funke
  • 160 Seiten, großes Format, gebunden. 29,90€

Die „Waldfrau“

Dieses Buch versammelt das Wissen von Franziska Weber, der „Waldfrau“ (im Buch Franzisca genannt). Sie ist nicht nur meine Namensschwester, sondern sicher auch so um die 30 – aber sie ist mir meilenweit voraus, denn sie lebt ein Leben, von dem ich selbst schon seit Ewigkeiten träume, für das ich aber nie den Mut hätte:

Sie lebt allein mitten im Wald. Punkt.

copyright: BLV Verlag

copyright: BLV Verlag

Klingt doch ganz einfach? Ja und nein! Von der Sache her ist es einfach, aber für moderne Menschen wie uns ganz und gar nicht, denn neben ganz vielen vermeintlichen praktischen Problemen wie Internet, Licht oder Strom kommt ja noch etwas ganz anderes hinzu: Angst zum Beispiel. Die meisten Menschen leben so entfernt von sich selbst und der Natur, dass sie es sicher keine Woche allein im Wald aushalten würden. Das ist bei Franziska anders. Sie lebt völlig im Einklang mit sich und ihrer Welt, dem Wald. Deswegen ist dieses Buch auch kein Survival-Guide oder ein bloßes Kochbuch, sondern vielmehr ein Einblick in die Erfahrungen und das Wissen eines Menschen, der in und mit dem Wald lebt: Ein Blick in den Wald selbst.

„Leider“ besteht der Großteil des Buches aus den einzelnen Beschreibungen zu den vielen Schätzen des Waldes – ich hätte gern noch viel viel mehr Persönliches über sie selbst gelesen, da sie wirklich sehr sympathisch, bodenständig und authentisch wirkt und mich sehr neugierig macht. Sie lebt Tag und Nacht im Wald, im Sommer wie im Winter, ohne Fernseher, ohne Uhr und versorgt sich selbst und hat dort ihren Frieden und ihr Glück gefunden. Ich finde das sagenhaft 🙂 Das ist sie:


Hier ein Video über „Das Wolfsmädchen Franziska Weber“.


Umgang mit der Natur

Wie schon erwähnt, ist das Buch mehr als ein Rezept- und Sammelbuch. Es vermittelt ein Lebensgefühl und eine Ethik, die Respekt vor der Natur und einen verantwortungsvollen Umgang mit ihr transportiert. Im Einklang mit der Natur leben, ohne sie auszuplündern und zu schädigen: Das ist möglich. Mir gefällt sehr am Buch, dass darauf eingegangen wird, aber genau das ist auch die Haltung der Waldfrau selbst. Der Autor beschreibt, wie sie sehr bedächtig und achtsam mit dem Wald umgeht.

„Der Wald gibt uns alles, was wir zum Leben brauchen“, sagt Franziska. Und der Wald gibt ihr nicht nur Nahrung und Unterkunft, sondern auch den Tagesrhythmus. Sie kennt jeden Winkel ihres Waldes und zeigt uns, was man aus all den vielen Früchten und Fundstücken machen kann. Heilmittel, Wintervorräte und Geschenke für Freunde sammelt sie im Wald. Ihre Botschaft: Es ist genug von allem da. Deswegen nur nehmen, was man braucht – alles andere ist auch morgen noch da.

copyright: BLV Verlag

copyright: BLV Verlag

Pflanzenwissen und praktische Tipps: Reise durch die Jahreszeiten

Das Buch führt einen durch´s komplette Jahr und stellt Pflanzen für jede Jahreszeit vor. Man kann es als Nachschlagewerk für die einzelnen Pflanzen und Früchte benutzen oder als Lesebuch. Es werden viele Hintergrundinfos gegeben, es ist aber gleichzeitig eine wunderschöne Reise durch das Jahr im Wald 🙂

Hier ein kleiner Auszug der Pflanzen, deren Eigenschaften und Verwendung vorgestellt werden:

  • Bäume (Ahorn, Eberesche, Birke, Eiche, Rotbuche usw.),
  • Beeren und Früchte (Holunder, Schlehe, Kornelkirsche, Erdbeeren),
  • Heilkräuter und Wildpflanzen (Barbarakraut, Schafgarbe, Bärlauch, Adlerfarn, Waldmeister, Löwenzahn) sowie
  • Pilze und Flechten (Zunderschwamm, Steinpilze, Totentrompete, Flechtensuppe 😉 ).

Natürlich gibt es zu allen Porträts schöne Bilder. Zwischendurch sind immer wieder einige Kochrezepte eingestreut, alle vegetarisch (sie tötet keine Tiere, isst aber gefundenes Fleisch).

Viele tolle Tipps zum Selbermachen

Und ich weiß auch gar nicht wo ich anfangen soll: Das Buch ist voller Entdeckungen und nützlicher Tipps. Sie macht Sauerkraut aus jungen Ahornblättern, Spülmittel aus Birkenblättern, Schnüre aus Brennnesseln, Wintergemüse aus eingelegten Löwenzahnwurzeln, Wienerschnitzel aus Riesenbovisten, Holzapfelpfannkuchen und Eichelmehl, fermentierten Brombeerblättertee oder Limonade aus Waldsauerklee. Sehr lecker auch das Rezept für Schafgarbengewürzbrot

copyright: BLV Verlag

copyright: BLV Verlag

Für Ideen zum Selbermachen eine wahre Fundgrube, und alles nicht nur trocken aufgelistet, sondern in einem sehr natürlichen und persönlichen Stil erklärt und kurz und knapp erläutert. Man lernt viel über das richtige Sammeln, die beste Verwendung und den gesundheitlichen Nutzen. Am Ende des Buches gibt es ein kleines Kapitel zum Haltbarmachen.

Fazit

Für mich ist dieses Buch etwas ganz Besonderes – ich möchte es jede Woche nochmal neu im Briefkasten haben 🙂 Und vor allem möchte ich nach dem Lesen mit offeneren Augen in den Wald gehen und all das entdecken, was er an Geschenken und Schätzen zu bieten hat, und mich darauf einlassen. Nicht ohne Grund steht gleich auf den ersten Seiten, dass dazu auch gehört, Müll und Gegenstände einzusammeln, die dort nichts zu suchen haben. Wenn wir mit der Natur eine Partnerschaft eingehen, ist für alles gesorgt – das ist keine esoterische Floskel, sondern die gelebte Erfahrung dieser Waldfrau, die ich am liebsten persönlich kennenlernen würde. Ein bißchen wie im Märchen – aber da das bei weitem nicht so einfach ist und auch nicht romantisiert werden muss, habe ich vor allem großen Respekt vor ihr. Ich würde mich das nicht trauen…. aber dagegen werde ich über kurz oder lang etwas tun 🙂

Traurig eigentlich, dass solche Menschen „Exoten“ sind, obwohl sie das tun, was am naheliegendsten ist: Friedlich mit der Natur leben. Das haben wir in den letzten paar Tausend Jahren leider verlernt, obwohl die Natur das Schönste ist, was wir haben:

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Wer noch mehr über Franziska wissen will: Hier ein Interview mit dem Autor des Buches über seine Besuche bei Franziska und ihre Streifzüge durch den Wald.

Und hier gibt es eine Leseprobe des Buches!

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