Eine Liebeserklärung an die Kartoffel und ihre Nährstoffe

kartoffeln vegan

Kartoffeln – eines meiner absoluten Lieblinsglebensmittel!! Ich könnte sie jeden Tag essen, egal ob warm oder kalt, gekocht, gebraten oder gebacken 🙂 Und Kartoffeln sind nicht nur lecker, sondern sehr gesund und spielen außerdem eine große und wichtige Rolle in der Geschichte der Menschheit.

Erst einmal zum gesundheitlichen Aspekt:

kartoffelHier ein paar Nährstoff-Fakten:

  • Kartoffeln sind kalorienarm und keine Dickmacher!
  • Ihr Eiweißgehalt ist mit dem von Getreide vergleichbar, jedoch haben sie das am höchsten bioverfügbare pflanzliche Eiweiß, das für die Ernährung besonders günstig ist
  • durch ihren Kohlenhydratgehalt sind sie ein guter, fettfreier Energielieferant
  • besonders hoch ist nicht nur der Vitamin C – sondern auch der Kaliumgehalt!
  • Außerdem, und gerade für Veganer gut: Kartoffeln versorgen mit den Vitaminen B1, B2 und B6
  • weitere wichtige Spurenelemente in Kartoffeln: Magnesium, Phosphor, Kalzium und Eisen
  • Kartoffeln enthalten kein Klebereiweiß, sind also glutenfrei.
  • der hohe glykämische Index sorgt für eine gute und anhaltende Sättigung (3x so stark wie bei Weißbrot)

Tips für nährstofffreundliche Zubereitung:

Beim Kochen verlieren Kartoffel 50% ihres Vitamin Cs, ungeschält jedoch nur 15%! Und Pellkartoffeln schmecken eh besser ;), finde ich. Sofort gegessen bleibt ebenfalls mehr Vitamin C erhalten: Nach einer Stunde warmhalten sind in geschälten Kartoffeln noch 42% Vitamin C, in ungeschälten 65%.

Ein weiterer Tip fürs Kochen: Das Wasser salzen! Ist im Wasser mehr Salz als in den Kartoffeln, bleibt das Kalium in den Kartoffeln. Und sie werden schneller gar, müssen also kürzer gekocht werden.

Werden Kartoffeln als Backkartoffeln zubereitet, bleiben die meisten Nährstoffe erhalten: Ofenkartoffeln haben den höchsten Kalium- und Folsäuregehalt (mehr als doppelt soviel wie gekochte). Den höchsten Eisengehalt haben mit Schale gekochte Kartoffeln.

kartHier ein Rezept für schnelle „Ofenkartoffeln mal anders“

Hintergründe und Wissenswertes zur Kartoffel

Weltweit gibt es über 5.000 Sorten Kartoffeln! In Deutschland sind über 200 zugelassen. Ihren Ursprung als Nahrungsmittel hat die Kartoffel in den Anden – dort wurde sie schon vor über 10.000 Jahren von den Inka als eine der ersten und bedeutendsten Kulturpflanzen angebaut und sorgte nicht nur für gesunde und ausreichende Ernährung, sondern wurde auch als Zahlungsmittel genutzt.

Vor allem Kriege waren es, die die Kartoffel in Europa in den letzten Jahrhunderten verbreiteten und bekannt machten – zunächst jedoch waren die Europäer sehr skeptisch und konnten nicht recht etwas mit Kartoffeln anfangen. In Preußen versuchte Friedrich der Große mit mehreren Tricks, ihren Anbau zu fördern – es waren jedoch die Kriege, die die Kartoffel nicht nur in andere Länder brachten, sondern in denen sich die Kartoffel auch als sehr nützlich erwies. Auf gleicher Fläche kann mit Kartoffeln für etwa 2-4x mehr Kalorien gesorgt werden als mit Getreide, außerdem sind Kartoffeln einfach anzubauen und im Gegensatz zu Getreide leicht zu ernten.

Blaue, rote, gelbe oder weiße Kartoffeln?

Kartoffeln bieten eine unglaubliche Vielfalt und es gibt tolle Geschmacksunterschiede bei den verschiedenen Sorten. Besonders aromatisch und lecker sind rote Kartoffeln. Ausprobieren lohnt sich! Und mit dem Kauf alter, seltener Gemüse-Sorten unterstützt man die wichtige Artenvielfalt und ökologische Landwirtschaft.

Der Hof Ellenberg ist dafür ein gutes Beispiel: Hier werden seit 150 Jahren im Familienbetrieb über 30 verschiedene Kartoffelsorten biologisch angebaut. Pro Jahr werden etwa 300-400 Tonnen produziert. Im Onlineshop kann man sich die einzelnen Sorten anschauen und natürlich auch ausprobieren.

Links

Guten Appetit 🙂

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12 Kommentare zu “Eine Liebeserklärung an die Kartoffel und ihre Nährstoffe

  1. likeliz sagt:

    oh ein Gott, Kartoffeln sind einfach der Hammer 😀

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  2. Stadtpflanze sagt:

    Kartoffeln mag ich ebenfalls sehr gerne – und ich schätze sie auch für ihre positive Nährstoffzusammensetzung.

    Nur bin ich inzwischen dazu übergegangen, Kartoffeln auf jeden Fall zu schälen. 🙂

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    • Wieso? Wegen Schadstoffen oder so?

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      • Stadtpflanze sagt:

        Ja. Ich bekomme aus dem Kopf aber die genaue Erklärung nicht mehr gut genug zusammen.

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      • Ich hab mal kurz gegoogelt und ja, es wird öfter gesagt dass man mit Schale kochen aber die Schale nicht mitessen sollte. Das mach ich aber auch eigentlich immer so, weil ich Pellkartoffeln liebe 🙂 ich kaufe jetzt immer Kartoffeln aus dem Hofladen, aber was in den Böden steckt, dagegen kann auch Biolandbau erstmal nichts tun, also ist es denk ich nicht verkehrt, die Schale wegzulassen. Die Nährstoffe sind ja eh in der Kartoffel und nicht in der Schale 🙂

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  3. Follygirl sagt:

    Ich bin auch so ein Tüften Fan 🙂
    ein toller Beitrag… ich hoffe es ist OKAY für Dich, ich verlinke ihn bei mir.
    LG, Petra

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  4. […] Ich habe die Kartoffeln als Pellkartoffeln verwendet, weil es intensiver schmeckt und mehr Inhaltsstoffe erhalten bleiben. Mehr über Kartoffeln, ihre Inhaltsstoffe und die beste Zubereitung erfahrt ihr hier! […]

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