Apfelmus selbermachen – einfach und lecker

Als waschechtes Großstadtkind war ich immer ernsthaft beeindruckt, wenn jemand „mal eben Apfelmus gekocht“ hat. Sowas klang in meinen Ohren immer kompliziert und ungewöhnlich. Aber mit 30 habe ich mir dann ein Herz gefasst und zum ersten Mal Apfelmus gekocht 😀 Wider Erwarten völlig einfach, schnell und idiotensicher. Jetzt habe ich meine diesbezügliche Karriere noch gesteigert und Apfelmus auf Vorrat eingekocht – in Weckgläsern, die auch tatsächlich fest verschlossen sind. Ein bißchen nach Zauberei fühlt sich das mit den Gläsern ja an 😉

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Hier das Rezept:

Apfelmus einkochen

Genaue Mengenangaben braucht man eigentlich nicht, aber zur Orientierung hier meine gestrige Kochaktion:

Zutaten für 5 Weckgläser á 100-300ml

  • 7 große Äpfel (ich habe leckere Elstar von der Elbe genommen, sie sind sehr saftig, süß und zugleich schön sauer)
  • 7 Esslöffel Zucker
  • Wasser
  • Zimt
  • Weckgläser mit Schraubdeckel

apfelmusZubereitung:

~ Die Äpfel schälen und in kleine Stücke schneiden

~ In einen großen Topf geben und Wasser hinzugeben, bis die Äpfel knapp bedeckt sind

~ ich gebe pro Apfel ca. 1 Esslöffel Zucker hinzu, kommt aber auf die Süße der Äpfel und den eigenen Geschmack an

~ einen Schwung Zimt dazu und dann aufkochen und bei kleiner Hitze ca. 20 Minuten köcheln lassen

~ Vorsicht: Nicht überkochen lassen. Ab und zu umrühren.

~ wenn die Äpfel weich sind, kann man das ganze pürieren für Apfelmus-Konsistenz oder stückig lassen (Apfelkompott). Beides lecker!

Abfüllen in die Gläser

Die Gläser müssen einen Metall-Schraubverschluss haben und sauber sein. Man füllt das fertige Apfelmus noch heiß direkt in die Gläser, verschließt diese sofort fest und stellt sie auf den Kopf. Dabei bildet sich ein Vakuum, das den Inhalt der Gläser lange konserviert. Wenn die Gläser abgekühlt sind, umdrehen.

Update: Funktioniert bestens – die Deckel sind bombenfest verschlossen und es macht vorschriftsmäßig „Plopp“ beim Öffnen. Beste Voraussetzung für lange Haltbarkeit.

Das war´s schon 🙂

apfelmusGuten Appetit!

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Buchtipp „Einmachen – Gemüse natürlich einlegen“

Da ich endlich einmal erste Versuche wagen möchte, Gemüse selbst einzulegen, habe ich mir u.a. dieses Buch besorgt und bin total begeistert, weswegen ich es hier einmal empfehlen und vorstellen möchte:

Einmachen. Gemüse natürlich einlegen.

copyright: h.f.ullmann

copyright: h.f.ullmann

Der Preis ist für die Ausstattung und inhaltliche Qualität des Buches wirklich der Hammer! Es ist gebunden und wirklich schön zu lesen, mit hochwertigen Fotos und gut strukturiertem Inhalt. Die Autorin, Karin Bojs, ist Wissenschaftsredakteurin Schwedens größter Tageszeitung und baut Gemüse selbst an. Deswegen liefert sie in ihrem Buch auch viele wissenschaftliche und praktische Hintergründe – kein 0815-Rezeptbuch, sondern ein Buch mit Substanz!

Zum Inhalt

Das Buch eignet sich gut für Neueinsteiger, die sich einen handfesten Überblick über die Methoden des Gemüse-Einlegens mittels Milchsäuregärung verschaffen wollen (dazu später mehr). Es werden interessante und praxisnahe Infos gegeben, mit denen man die Prozesse verstehen und Fehler vermeiden kann. Weiterlesen

Lize´s vegane Rote Bete-Ingwer-Suppe

Heute gab es etwas besonders leckeres – mit Gemüse frisch aus dem Garten:

Lize´s Rote Bete-Ingwer-Suppe (vegan)

Diese Suppe ist sogar was für Menschen, die keine rote Bete mögen, denn sie hat nichts mit dem Geschmack der eingelegten Roten Bete zu tun sondern hat eher Ähnlichkeit mit Süßkartoffel- oder Kürbissuppe.

suppe vegan

Das kommt rein:

  • ca. 4 frische Rote Bete (tennisballgroß)
  • 2 gewürfelte Kartoffeln (normal groß)
  • 2 gewürfelte Karotten
  • 2 mittelgroße Rispentomaten
  • Gemüsebrühe
  • eine Zwiebl
  • ein Stück Ingwer
  • zwei Knoblauchzehen
  • Gewürze

So geht´s:

Zwiebel, Ingwer und Knoblauch in Olivenäl anbraten, kurz darauf die gewürfelte rohe Rote Bete, die Kartoffelwürfel, die Karotten und die Rispentomaten in den Topf geben. Alles umrühren und nach ca. einer Minute mit Gemüsebrühe ablöschen. Das ganze köcheln lassen bis das Gemüse weich ist. Danach pürieren, mit Nelkenpfeffer, Salz und Thymian würzen und abschmecken. Fertig:)

Variationen

Wer möchte, kann das ganze mit Pflanzensahne verfeinern und Croutons drüber streuen. Auch ein Hauch Muskatnuss und ein Schuss Zitronensaft passen gut dazu.

Man kann auch Süßkartoffeln oder Kürbis statt der Kartoffeln nehmen!

Und es schmeckt…

…phantastisch! Ich durfte probieren und bin begeistert und werde jetzt definitiv die Suppensaison einläuten!

Rote Bete…

…sind übrigens nicht nur sehr lecker, sondern auch mindestens genauso gesund! Sie sind voller Folsäure, Vitamin B6 und Eisen und dadurch ein Geheimtipp für Veganer, die ihre Eisenvorräte auffüllen wollen, denn sie helfen bei der Blutbildung! Außerdem sind Rote Bete entsäuernd und gut fürs Immunsystem.

Guten Appetit und danke an Lize für das Rezept! 🙂

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Ein Herbstgeschenk

♥ Heute wurde ich mal so richtig lieb überrascht… mit einem kleinen herbstlichen Rundum-Sorglos-Paket ♥

Meine Freundin Lize hat mir einfach so ein Päckchen selbstgemachter leckerer Sachen mit auf den Feierabend-Weg gegeben…

Also hatte ich heute ein wunderschönes Abendessen:

herbsssst~ ein selbstgebackenes Vollkorn-Nuss-Brötchen

-die selbstgemachte Cashew-Mayonnaise

~ ein Glas selbstgemachte Marmelade

~ ein Glas noch warme Rote-Beete-Suppe – Rezept folgt!

~ ein frischer selbstgemachter scharfer Smoothie

~ Schokolade, Hundekekse für meine bessere Hälfte

~ und viiiel Herbst 🙂

Die Suppe mit Rote Beete (aus Mama´s Garten) und Ingwer ist super lecker… Deswegen folgt bald das Rezept!

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♥ Und außerdem habe ich noch viele Decken, Hundezubehör und Futter von ihr bekommen, sodass wir wieder ein größeres Spendenpaket für den Tierschutz losschicken können, diesmal in die Slowakei, wo ich meinen Hund hergeholt habe. ♥

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Dankeschööön!!! 🙂

Lize´s schnelle vegane Mayonnaise aus Cashewkernen (Rohkost)

Hier mal wieder ein leckeres und vor allem einfaches & schnelles Rezept von Lize, die Mayonnaise aus Cashewkernen macht:

Lize´s schnelle vegane Mayonnaise aus Cashewkernen (Rohkost)

einfach und unkompliziert, ohne Öl! Und in Rohkostqualität!

vegane mayonnaise

Zutaten:

  • eine Handvoll eingeweichte Cashewkerne eingweicht
  • ein Spritzer Zitronensaft
  • eine kleine Knoblauchzehe
  • eine Prise Kala Namak
  • ein TL Senf
  • etwas Petersilie

Anleitung:

Alles zusammen mixen, kurz in den Kühlschrank und dann ist die gesunde und super leckere Mayo-Alternative fertig. Die Konsistenz kann man mit etwas Wasser noch verändern.

Super lecker und nicht ölig!

Variationen:

Kann auch mit Pflanzensahne oder Wasser gestreckt als Sauce verwendet werden für Kartoffeln, Gemüse oder was auch immer.

Mit Hefeflocken vermischt (dann wird es fester) und etwas Öl kann man es auch als Pizza- oder Lasagnensauce verwenden.

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Lize´s „Firestarter“ – der rote Power-Smoothie

Meine Freundin Lize, vegane Oreo-Torten- und Smoothie-Königin, hat mal wieder ein Rezept verraten, und zwar für dieses superleckere Exemplar:

„Firestarter“ – der rote Power-Smoothie

Geballte Pflanzenkraft ~ feurig, fruchtig, frisch

roter smoothieZutaten:

  • 1/2 eingefrorene Banane
  • 2 Äpfel
  • 1 Stück Ingwer
  • 8 Gojibeeren
  • 5 Himbeeren
  • 1 TL Acaipulver
  • 1 Prise Chili
  • ca. 300ml Wasser

Dieser Smoothie vereint viele Geschmacksfacetten und ist super fruchtig mit einer frischen Schärfe und viel Immun-Power. Perfekt für tagsüber, wenn man Energie braucht.

Die Wirkung der Pflanzenstoffe

♥ Banane liefert neben Ballaststoffen auch viel Kalium und Magnesium sowie die Vitamine A, B, C und E. Und sie hilft, den Magen vor Übersäuerung zu schützen! Das in Bananen enthaltene Tryptophan ist außerdem gut für Nerven & Seele.

♥ Äpfel liefern neben u.a. Vitamin C und vielen Spurenelementen auch wichtiges Pektin, was als Ballaststoff und unverdauliche Pflanzenfaser gut für die Verdauung ist.

♥ Ingwer regt den Stoffwechsel an, entgiftet und ist gut für das Immunsystem, weil es von innen anheizt.

♥ Gojibeeren, die „tibetischen Wunderbeeren„, sind nicht nur sehr lecker, sondern auch sehr gesund: In der Traditionellen Chinesischen Medizin werden sie seit Jahrhunderten geschätzt u.a. wegen der in ihnen enthaltenen Antioxidantien, den wichtigen Aminosäuren und dem hohen Vitamin A – Gehalt. Und dazu sind sie ein wahres Kraftpaket in Bezug auf den Eisengehalt!

♥ Himbeeren enthalten Provitamin A und Vitamin B, sehr viel Vitamin C und ebenfalls viel Eisen, außerdem wirken sie entgiftend und bringen viel Kalzium mit: Sie sind also eine kleine Gesundheits-Wunderkiste 🙂

♥ Hinter Acaipulver verbirgt sich ebenfalls eine kleine Super-Beere: Acaibeeren haben einen hohen Gehalt an Antioxidantien und sollen deshalb u.a. gut für´s Antiaging sein. Außerdem sollen sie den Stoffwechsel ordentlich ankurbeln!

♥ …das trifft auch auf Chili zu – damit wird ordentlich eingeheizt. Gleichzeitig regt es das Immunsystem, die Abwehrkräfte und viele Stoffwechselfunktionen an.

Ein Power-Drink, der es in sich hat! Vielen Dank an Lize für das leckere Rezept!

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„Vegan in den USA“ – Katie´s Vegan Survival #1

Also eins vorweg: Ich bin aus dem Staunen nicht mehr raus gekommen – mit so einem großen veganen Angebot in den USA hätte ich nie im Leben gerechnet! Aber von Anfang: Eine liebe Freundin von mir ist gerade für längere Zeit in den USA und als ich auf Facebook eine leckere „Fresskapade“ nach der anderen gesehen habe, habe ich sie gefragt, ob sie nicht Lust hat, einen kleinen „veganen Reisebericht“ zu schreiben – und hier ist Teil 1 aus dem Bereich Charlotte/North Carolina. Teil 2 kommt in ein paar Wochen, nachdem die Ostküste abgeklappert wurde 🙂

Und nun hat Katie das Wort:

Katie´s Vegan Survival # 1 – Charlotte/North Carolina, USA

usa veganDie USA: Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten so heißt es ja. Ich habe nun versucht ein wenig herauszufinden, ob sich dieser Slogan auch in der veganen Ernährungsweise widerspiegelt. Und ich kann durchaus sagen, dass das vegane Angebot zumindest in Charlotte durchaus breit gefächert ist. In so gut wie jedem Supermarkt gibt es fleisch- und milchfreie Alternativen: von Tofurky (ein Aufschnitt) in unterschiedlichsten Varianten, über Veggie Cheese, Soja- oder Hanfprotein (für die Sportler) und Vegenaise ist alles dabei. Zudem findet man viele internationale Spezialitäten, die auch das eine oder andere vegane Herz höher schlagen lassen. Gerade der asiatische und indische Bereich bietet dort viele Möglichkeiten um neue Dinge (aus) zu probieren.

vegan usaAn der Süßigkeitenfront gibt es denke ich allerdings eine größere Auswahl in Deutschland. So ist zumindest mein bisheriger Eindruck. Die Amerikaner essen generell eher Schokolade o.ä. anstatt Gummisüßigkeiten, sodass hier leider viel mit Vollmilch gearbeitet wird. Allerdings gibt es dennoch genug um seinen Süßigkeitshunger zu stillen: Oreos, Zartbitter Schokolade und Jelly Bellys schaffen dort Abhilfe. Oder die Desserts in veganen Restaurants.

Ich selbst lebe aus ethischen Gründen vegan und bin total begeistert von den fleischfreien Alternativen und habe in der Tiefkühltruhe interessante Funde gemacht. Von kleinen Miniburgern, über Chickenless Chickenstrips, Meatless Meatballs, Pizza mit veganem Käse, Beanborritos und veganem Sojaeis in verschiedenen Geschmacksrichtungen ist für jeden etwas dabei. Sicherlich schmecken einige Dinge besser als andere, aber Geschmäcker sind ja zum Glück verschieden. Ein rein veganes Restaurant habe ich auch schon besucht und kann es nur empfehlen: Bean Vegan Cuisine. Ein Restaurant wie man es sich in den USA vorstellt. Direkt an einem Highway, ein wenig urig, aber dennoch sehr freundlich und vor allem lecker und tierleidfrei. Es war wirklich super in diesem Restaurant!

vegan usaAber auch so gut wie alle anderen Restaurants haben vegane Angebote oder zumindest vegetarische die man veganisieren kann. Und das Schönste daran ist, dass die KellnerInnen sogar oft selbst Vorschläge machen, wenn man danach fragt ob etwas rein vegan ist. Bislang habe ich es hier noch nicht erlebt, dass ein Restaurant einen Fehler gemacht hat, wenn es um ein veganes Menü ging. Sei es, dass der Koch aus Versehen Käse auf die Pizza gestreut hat oder ein falsches Dressing genutzt hat. Service steht hier ganz oben und Kundenzufriedenheit wird großgeschrieben! Selbst auf einem einfachen Weinfestival gab es Beanburger als Alternative zum normalen Beefburger. Das fand ich klasse 🙂

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Ich hoffe, ich konnte so einen ersten Eindruck in die Möglichkeiten der veganen Lebensführung in den USA geben und werde gerne nach meinen East Coast Trip noch weitere Eindrücke verschriftlichen. Bisher kann ich nur sagen: Vegan in den USA? Kein Problem! Und last but not least: Der klassische (vegane) Burger, der auf keinen Fall fehlen darf!

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Danke an Katie und mal schauen, was die Ostküste so zu bieten hat 🙂

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