Schädliches Futter für Hunde

Es gibt ein paar Lebensmittel, die für Hunde sehr gefährlich sein können, doch auch extra für Hunde gemachte Lebensmittel können gefährlich sein, deswegen hier ein Überblick (der natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt):

  1. Schokolade/Kakao
  2. Weintrauben/Rosinen
  3. Avocado
  4. rohe Bohnen, rohe Kartoffeln, grüne Stellen an Kartoffeln
  5. Zwiebeln
  6. Alkohol
  7. Kerne von Steinobst
  8. Xylith (Süßstoff)
  9. Schweinefleisch
  • Schädliche, ungesunde Stoffe in Hundefutter

Auch in Inhaltsstoffen von für Hunde gedachter Nahrung können Gefahren schlummern. Auf einige möchte ich hier hinweisen, damit man sich selbst ein Bild machen kann. Man muss keineswegs dogmatisch und überängstlich sein, oft macht auch erst die Dosis das Gift, aber Informationen können nie schaden, deswegen hier ein paar potentiell kritische Stoffe:

Mais

Mais ist ein beliebter und sehr billiger Füllstoff und daher oft in Hundefutter zu finden. Er steht aber im Verdacht, Serotoninmangel bei Hunden auszulösen und Verhaltensauffälligkeiten zu verursachen. Manche Tiertrainer beginnen die Therapie erst nach einer Futterumstellung.

Weizen/Soja

Auch Weizen und Soja sind billige Füllstoffe und können am ehesten eine Futtermittelallergie auslösen (Glutenallergie). Prinzipiell ist Getreide für Hunde nicht abzulehnen, aber man sollte auf Sorte und Menge ein Auge haben. Hirse z.B. kann einen guten Einfluss auf Gelenkerkrankungen haben.

Distelöl

Distelöl, ein beim BARFen recht gängiger Zusatz, steht unter dem Verdacht, Krebs auslösen oder fördern zu können. Die darin vermehrt enthaltene Linolsäure soll nicht Entündungsreaktionen fördern, sondern ebenfalls Krebszellen wachsen lassen (dies soll auch für Mais- und Sonnenblumenöl gelten bei hohem Verzehr). Außerhalb hat es einen sehr hohen Omega-3-Anteil, der unnötig bei gesunder Fleischnahrung ist. Beim Menschen soll Distelöl sich negativ auf Gefäßverkalkung sowie den Cholesterinspiegel auswirken.

Zucker/Melasse

Auch Melasse ist Zucker, besser gesagt ein Abfallprodukt aus der Zuckerherstellung und in manchen Futtersorten zu finden. Da regelmäßiger Zuckerkonsum für Hunde gesundheitsschädlich ist, sollte man davon absehen, solche Produkte dauerhaft zu füttern.

Zuviel Eiweiß

Da zuviel Eiweiß Verhalten, Figur und Gesundheit (Nieren!) schadet, sollte man darauf achten, dass der Rohproteingehalt des Futters um die 20% liegt, also nicht mehr 25% (außer bei Welpenfutter, da hier ein erhöhter Eiweißbedarf vorliegt).

Vitamin K3

Dieser umstrittene Zusatz ist in vielen Futtersorten zu finden. Es handelt sich um ein synthetisches, also künstlich hergestelltes Vitamin, dass in der Produktion von Lebensmitteln für Menschen aufgrund der Krebsgefahr verboten ist. Dieses Vitamin und seine Gefährlichkeit sind sehr umstritten; es gibt auch Stimmen die K3 für wichtig und unbedenklich erklären. Meine Meinung: am besten eine Futterweise ohne künstliche Vitaminmixe wählen.

Knochen

Auch das Verfüttern von Knochen ist umstritten wegen der Gefahr von Magen- und Darmperforation durch Knochensplitter und der Gefahr von gefährlichen Verstopfungen. Hier sollte man sich gut informieren, welche Knochen man in welcher Form gibt und was dabei zu beachten ist (Zugabe von Öl bspw.)

Obst und Gemüse

am besten pürieren oder kurz andünsten, da nur so die Verdaulichkeit gewährleistet ist, wenn die Fasern leicht aufgeschlossen sind.

Pansen

In der BARF-Szene geistert ja das Dogma herum, dass ein Pansentag sehr wichtig ist weil Wölfe auch den Mageninhalt der Beutetiere fressen. Bei kleinen Tieren stimmt das natürlich, aber aus der Wolfsbeobachtung selbst kommen die Berichte, dass große Beutetiere zwar am Bauch aufgerissen werden, weil dort die Haut dünn ist, ansonsten wird der Magen/Darm-Trakt aber aussortiert. Ich selbst habe noch keine fressenden Wölfe beobachtet 😉 will aber auf diese unterschiedlichen Sichtweisen aufmerksam machen.

Konservierungsstoffe

Hier einige schädliche Zusätze: BHA (E320) BHT( E321) und Ethoxyquin (E324) sowie die E-Nummern: E201, 202, 203, 300, 301, 302, 304, 316, 306, 309, 310, 324. Da nicht alle Hersteller offen deklarieren, kann dies auch versteckt vorhanden sein.

Fazit

Artgerechte, gesunde Hundeernährung ist nicht so einfach wie das übliche Füttern mit irgendeinem Hundefutter aus dem Supermarkt, unf sie kostet auch nicht so wenig, aber das ist auch gut und richtig so 🙂

Als Hilfe zur Entscheidung für eine gesunde und vollwertige Fütterung hier Artikel von mir: Kategorie Hundeleben

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