Gutes Trockenfutter für Hunde – worauf achten?

Ich habe mich jetzt eine Weile mit artgerechter, gesunder Hundeernährung befasst und einiges Interessantes entdeckt.

Mittlerweile ärgere ich mich sehr, dass ich dies nicht früher getan habe, denn nun würde ich nicht mehr so füttern wie die letzten Jahre.

Wer seinen Hund mit Trockenfutter füttern möchte, sollte folgendes beachten und wissen:
 
  • Fleischanteil:

je höher desto besser – Hunde sind Beutetiere, die sich zum Großteil von Fleisch und Tierprodukten ernähren! In normalpreisigem Hundefutter ist ledigleich ein Fleischanteil von 8-15% vorhanden (geschätzt), selbst teurere Produkte der Mittelklasse kommen nur auf 25-35%. Der Rest sind getreidebasierte Füllstoffe. Für artgerechte Ernährung und gegen die Nachteile des (falschen) Getreides ist ein hoher Fleischanteil empfehlenswert.

  • Herkunft des Fleisches:

Ich empfehle BIO-Qualität, und zwar aus drei Gründen: Zum ersten natürlich aus ethischen und ökologischen, denn wenn möglich sollte man Massentierhaltung und großindustrielle Landwirtschaft nicht durch Konsum unterstützen sondern auf ökologisch und biologisch erzeugte Produkte umsteigen. Dies hat den weiteren Vorteil, dass wir unsere Umwelt und Natur damit schonen. Und nicht zuletzt verringern sich gesundheitliche Risiken bspw. durch Medikamentenrückstände im Fleisch.

  • Art des Fleisches:

Achtet auf volldeklariertes Hundefutter und die genaue Beschreibung der Zusammensetzung – oft ist das „Fleisch“ eine undefinierbare Mischung aus „tierischen Nebenerzeugnissen“, was alles von Knochen bis Haut und Hufen sein kann, aber kein Muskelfleisch. Empfehlenswert ist neben Muskelfleisch auch die Verwendung von Innereien, da diese eine wichtige Quelle z.B. für Mineralstoffe sind.

  • Weniger ist mehr

Bezogen auf die Eiweißquelle: Hochwertige Futter sind meistens bewusst nur auf die Verwendung einer Fleischsorte (Single-Protein-Futter) hin konzipiert, es gibt jedoch auch im hochwertigen Futterbereich Hersteller, die in eine Futtersorte 5 oder mehr Tierarten unterbringen, wovon ich abraten würde, ebenso von ellenlangen Listen an Kräutern und Zusätzen. Man kann gezielt bei besonderen Bedürfnissen des Hundes (bspw. Arthrose oder Hautprobleme) mit natürlichen Ergänzungen eingreifen, von einem ungenauen Breitbandbeschuss an Inhaltsstoffen würde ich abraten. Gute Basiszutaten sollten den Bedarf an Nährstoffen ausreichend decken.

  • Proteingehalt

Zuviel Eiweiß schadet nicht nur der Figur des Hundes, sondern auch seiner Gesundheit und seinem Verhalten. Zuviel Eiweiß belastet die Nieren, führt zu Übergewicht und kann Hyperaktivität hervorrufen! Der für normal aktive, erwachsene Hunde empfohlene Proteingehalt des Futters liegt bei 22-25%.

  • Getreide

Viele Hunde, die allergisch reagieren, haben eine Glutenallergie oder Weizenunverträglichkeit. Die Ursache kann man mit Ausschlussdiäten oder genereller Futterumstellung herausfinden. Getreide ist ein billiger, aber leider für Hundeernährung untypischer Füllstoff. Dem wird man bei Trockenfutter schwer entkommen, generell würde ich aber für Futter mit Kartoffeln, Hirse (gut für Gelenke) oder Reis plädieren. Je weniger Getreide, desto besser – neben der Gefahr von Unverträglichkeiten gibt es auch die Vermutung, dass Getreide Krebszellen „füttert“. Getreide ist an sich nicht schädlich, aber man sollte Menge und Sorte im Auge behalten.

  • Mais

Mais ist ein beliebter und sehr billiger Füllstoff und daher oft in Hundefutter zu finden. Er steht aber im Verdacht, Serotoninmangel bei Hunden auszulösen und Verhaltensauffälligkeiten zu verursachen.

  • kaltgepresstes Futter

kaltgepresstes Futter unterscheidet sich im Herstellungsverfahren von „normalem“ Trockenfutter: die Produktion ist kostengünstiger und es ist weniger aufgeschlossen, was zu Unverträglichkeit und schlechterer Verwertung (=größere Haufen) führen kann. Gleichzeitig kann es eher „schlecht“ werden. Das Argument für kaltgepresstes Futter ist der Verweis auf schonendere Herstellung und Bewahrung der Inhaltsstoffe.

-» Alles gar nicht so einfach 😉

Allerdings ist neben dem Wissen um einige wichtige Punkte, auf die man achten sollte, auch die eigene Einstellung bezüglich des Preises wichtig: Gesunde, artgerechte Fütterung kostet mehr! Und das ist nicht schlimm! 🙂

Es ist keinesfalls zuviel, wenn das Futter des Hundes 50-60 Euro im Monat kostet. Ich musste da selbst erst umdenken (über meine Fütterungsweise hier ein Artikel) und erkennen, dass man nicht am falschen Ende sparen sollte. Man selbst gönnt sich so vieles, da sollte man seinem Hund auch eine vernüftige und gesunde Ernährung bieten können. Der Preis selbst sollte nicht die Entscheidungsgrundlage sein, sondern das Preis-Leistungs-Verhältnis. Wenn man so an die Sache herangeht, sind die teuren Produkte ihren Preis wert. Erschreckend ist dann eher, was „normales“ Futter so billig macht. Darin haben die oben aufgeführten Kriterien hoffentlich einen kleinen Einblick gegeben.

  • Futterempfehlungen

Hier einige Bio-Futterhersteller, die ich empfehlen und selbst benutzen würde, wenn ich Trockenfutter füttern würde:

Five Star Dogs

Hermanns Manufaktur

Terra Pura

Ich empfehle diese Sorten wegen der BIO-Qualität, dem Verzicht auf Mais und der klaren, schnörkellosen Zusammensetzung.

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